Amphetamin

Amphetamin (Speed, Pep usw.) - BTMG Verstoss

Die synthetische Droge Amphetamin gehört zur Gruppe der Stimulanzien, ähnlich wie Kokain oder Metamphetamin.

Amphetamin

Speed, Pep, Amphe, Schnelles, Peppen

Das Betäubungsmittelgesetz ahndet in den §§ 29 ff. BtMG den Erwerb, Besitz oder Handel mit Amphetaminen streng. Als sogenannte harte Drogen werden Speed, Pep und andere Amphetamine von den Ermittlungsbehörden besonders verfolgt.

Amphetamin wurde Anfang des 20. Jahrhunderts unter dem Markennamen „Benzedrin“ auf den Markt gebracht und war leicht zugänglich (wie Aspirin heutztage). Selbst das später synthetisierte noch stärker wirkende Methamphetamin war für jedermann als „Pervitin“ frei erhältlich. Im zweiten Weltkrieg wurden große Mengen davon hergestellt und überwiegend von Soldaten konsumiert, um länger wach bleiben zu können. Als dann offensichtlich wurde, dass Amphetamine ein hohes Abhängigkeitspotential besitzen, wurden der Verkauf und  die Verordnung von Amphetaminen weltweit beschränkt.

Eine frühzeitige Vorbereitung und Verteidigung des Betroffenen wirkt sich in aller Regel positiv auf das Strafverfahren aus. Als Fachanwälte für Strafrecht verfügen wir über die notwendigen vertieften Kenntnisse im Betäubungsmittelstrafrecht und beraten unsere Mandanten im Hinblick auf alle rechtlichen Möglichkeiten.

Lautet der Vorwurf auf BtMG Verstoss, muss man  – wie auch bei allen anderen Drogen – zwei Verfahren im Blick behalten:

Verfahren

Strafrecht

Rechtsfolgen:

Einstellung gegen Geldauflage
Geldstrafe
Freiheitsstrafe

Verwaltungsrecht

Rechtsfolgen:

Verlust Führerschein/ Fahrerlaubnis
Anordnung MPU

Vorwurf BtMG Verstoss – beraten Sie sich zunächst mit einem Anwalt:

Grundsätzlich gilt: Machen Sie als Beschuldigter gegenüber der Polizei von Ihrem Schweigerecht Gebrauch. Dadurch entstehen Ihnen auch keine Nachteile. Weder bei der Polizei, noch bei der Staatsanwaltschaft wird man Ihnen Ihr Schweigen negativ auslegen. Beraten Sie sich zunächst mit einem Fachanwalt für Strafrecht über das weitere Vorgehen.

Wir beantragen für den Betroffenen zunächst Akteneinsicht, damit wir uns gemeinsam einen Überblick über das Verfahren verschaffen können. Im Anschluss daran wird das weitere Vorgehen mit dem Mandanten festgelegt.

Ermittlungsverfahren

BTM Verstoss Anwalt Berlin

Amphetamin (Speed, Pep etc.) – Ermittlungsverfahren mit dem Tatvorwurf BTMG Berstoss

Polizei und Staatsanwaltschaft haben Amphetamin als eine Droge eingestuft, die aufgrund eines hohen Abhängigkeitspotentials einer strengen Strafverfolgung bedarf.

Ein Ermittlungsverfahren muss aber nicht zwangsläufig mit einem Gerichtsverfahren  enden – es ist vielmehr die Aufgabe eines Fachanwaltes für Strafrecht, gemeinsam mit seinem Mandanten darauf hinzuwirken, dass das Verfahren gegebenenfalls anders beendet wird. In manchen Fällen kommt durchaus noch eine

Einstellung des Verfahrens (gegebenenfalls gegen Geldauflage)

oder ein

Strafbefehl (keine öffentliche Hauptverhandlung vor Gericht)

in Betracht. Anders verhält es sich beim Überschreiten der nicht geringen Menge. In aller Regel hat man als Betroffener mit einer Anklage der Staatsanwaltschaft und einem Gerichtsprozeß zu rechnen.

Bestimmung der Menge bei Amphetamin (Speed, Pep, Amphe etc.)

Der Wirkstoffgehalt bei Betäubungsmitteln wird in der Regel anhand eines Gutachtens festgestellt. Eine Schätzung ist nur unter ganz engen Voraussetzungen angezeigt. Sollte das Amphetamin etwa nicht sichergestellt worden sein, so muss das Gericht die Qualität durch ergänzende Feststellungen einschätzen, wie etwa anhand des Verkaufspreises, der Herkunft oder der Beurteilung durch andere Tatbeteiligte.

Amphetamin (Speed, Pep)

Bestimmung der nicht geringen Menge

10 g Amphetaminbase

Grenzwert

Mehr zu diesem Thema

Verwaltungsverfahren: Führerschein und Fahrerlaubnis

Im Rahmen der Strafverteidigung muss man wohl oder übel auch das Verwaltungsverfahren im Blick behalten. Es macht für den Betroffenen einen großen Unterschied, ob er sich gegenüber Polizei und Staatsanwaltschaft über das Konsumverhalten geäußert hat.

Mit dem Konsumverhalten stellt die Verwaltungsbehörde die Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeuges in automatisch Frage un leitet alle notwendigen Schritte gegen den Betroffenen zum Entzug der Faherlaubnis ein. Ein “Rabatt” im Strafverfahren kann teuer erkauft sein, wenn man unnötig viel gegenüber der Polizei eingeräumt hat. Hier ist das notwendige Fingerspitzengefühl eines Rechtsanwaltes gefragt, im Rahmen einer Verteidigung mit den erlaubten Mitteln das beste Ergebnis zu erzielen. Eine sorgfältige Planung ist unumgänglich.

Verhalten im Hinblick auf Führerschein und Fahrerlaubnis:

Berücksichtigen Sie als Betroffener von Beginn an sämtliche Verfahren, die in Betracht kommen. Denkt man hier nicht gleich zwei Schritte weiter, kann aus einem erfolgreichen Strafverfahren schnell ein unangenehmes Verwaltungsverfahren resultieren. Hier liegt die Herausforderung für den Rechtsanwalt. Gemeinsam mit seinem Mandaten wägt man ab, wie man sich zu dem Strafverfahren einlässt. Die Vertretung des Mandanten ist hier jedesmal individuell auf den jeweiligen Sachverhalt anzupassen.

Nachweiszeiten

Blut und Urin

Nachweiszeiten sind von vielen Umständen abhängig ( z.B. Konsumhäufigkeit). Zur Orientierung:

Nach der letzten Einnahme im Blut / Serum: zwischen 8 und 34 h Std.
Nach der letzten Einnahme im Urin: 1 – 4 Tage

Vollumfängliche Vertretung

Wir übernehmen die Vertretung beim Vorwurf BTMG Verstoss

Ein Anwalt kümmert sich um den Schriftverkehr mit der Polizei

Der Rechtsanwalt beantragt Akteneinsicht.

Strafverfahren und Verwaltungsverfahren werden abgestimmt.